Das Glas rund um die Wartehäuschen ist fast einen Zentimeter dick. Doch in der Nacht auf den 1. Mai haben Unbekannte es spielend zertrümmert – vermutlich mit einem Schlag-Gegenstand. Und dies an unfassbaren 17 Haltestellen von Rheinbahn-Bussen im Stadtgebiet.

Eine nie dagewesene Tour der Zerstörung haben die Täter hingelegt. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. EXPRESS sah sich die Zerstörung an zwei Tatorten an. Am Freiligrathplatz liegen von dem Sicherheitsglas nur noch mehr oder weniger große Brösel auf dem Boden herum.

Vandalen zerstören Düsseldorfer Haltestellen

Weit und breit gibt es keine Wohnung mit Sichtkontakt zu der Haltestelle. Nur eine Aral-Tankstelle ist in unmittelbarer Nähe. „Unsere Kameras zeichnen lediglich auf, was im Verkaufsbereich passiert“, sagt der Mitarbeiter. Etwa 500 Meter weiter ist an der Ecke Kaiserswerther Straße / Stockumer Kirchstraße eine weitere Haltestelle beschädigt.

Hier schlugen die Täter jedoch nur eine Scheibe ein. Auch hier: Keine Augenzeugen. Doch wenigstens lässt sich so der Weg, den die üblen Vandalen in der Nacht von Dienstag auf den 1. Mai einschlugen, rekonstruieren.

1000 Euro Prämie ausgelobt

Laut Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher schlugen die Täter auch an weiteren 15 Stellen im Stadtgebiet zu: „Als ich von dem Ausmaß der Beschädigungen erfuhr, habe ich schon ganz schön mit den Ohren geschlackert – so etwas von idiotisch und ärgerlich. Wir haben eine Prämie in Höhe von 1000 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.“

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Dabei ist die Rheinbahn gar nicht zuständig für die Glas-Haltestellen ihrer Busse. Die werden von eine Fremdfirma aus Berlin betrieben. „Das Unternehmen hält die Haltestellen in Schuss, repariert sie und hat nun auch den Schaden zu tragen“, so Schumacher.

Lange Route der Zerstörung

Wenn man sich die Route der Beschädigungen ansehen, so könne man sagen, dass sie sich im Norden Düsseldorfs in einem Bogen bis Lank-Latum ausgetobt hätten. „Auf Grund des Ausmaßes kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich um nur einen Täter oder eine Tätergruppe gehandelt hat.“

Das müssen nun die Ermittlungen der Polizei ergeben. „Die Zerstörungen wurde uns erst Mittwoch im Laufe des Vormittags gemeldet. Wir suchen nach Zeugen, die etwas gehört oder gesehen haben“, sagt ein Polizeisprecher.