Vier Prostituierte und ein Geschäftsführer eines Bordells hinter dem Bahndamm müssen sich ab heute (29. April) vor dem Landgericht verantworten. Sie sollen Freier mit Alkohol oder Drogen handlungsunfähig gemacht und dann hohe Beträge von deren Kreditkarten abgebucht haben. Insgesamt geht es um einen Schaden von rund 120.000 Euro. Angeklagt sind vier Prostituierte im Alter zwischen 35 und 52 Jahren, sowie ein 55-jähriger Mann, der als Wirtschafter oder Art Geschäftsführer in dem Etablissement fungierte. Zu den Beschuldigten gehörte auch ein 62-jähriger Kollege, der sich aber inzwischen im Gefängnis das Leben genommen hat. Bei ihm war im Rahmen einer Durchsuchung Bargeld in Höhe von gut 100.000 Euro gefunden worden. Aktuell sind nur zwei Verhandlungstage angesetzt. Im Falle von Verurteilungen drohen mehrjährige Haftstrafen.