Traurige Weihnachten!

Lech Walesa (77), Friedensnobelpreisträger und polnischer Ex-Präsident, ist nach eigenen Angaben pleite.

„In diesem Jahr bekommt keiner von mir Geschenke, denn ich bin bankrott“, sagte Walesa dem polnischen Fernsehsender Polsatnews. In der Vergangenheit sei er viel gereist und habe mit Vorträgen Geld verdient, aber das sei nun vorbei, sagte Walesa mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Es gab Zeiten, da hatte ich Geld, dann habe ich es ausgegeben. Nun stehe ich da mit leeren Taschen.“

Medienberichten zufolge liegt die Pension für einen polnischen Ex-Präsidenten bei umgerechnet rund 1300 Euro.

In der eigenen Familie hat Lech Walesa nichts zu melden, wie er in dem Interview erzählt. Seine Frau und seine Kinder seien seiner „politischen Aktivitäten überdrüssig. Sie lassen mich nicht zu Wort kommen. Ich sitze leise am Tisch und falle kaum auf“.

Der gelernte Elektriker war von 1980 bis 1990 Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc und als Arbeiterführer maßgeblich an der Überwindung des kommunistischen Regimes in Polen beteiligt. Von 1990 bis 1995 war er Präsident seines Landes.