Mehr Kindergeld im Monat
Ab dem 1. Juli erhalten Familien mit Kindern in Deutschland mehr Kindergeld. Durch die Erhöhung von 10 Euro monatlich, erhalten Eltern für ihr erstes und zweites Kind jeweils 204 Euro pro Monat, für das dritte 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro. Zusätzlich werden auch der Kinderzuschlag und der Kinderfreibetrag erhöht. Der steuerliche Kinderfreibetrag wurde bereits im Januar dieses Jahres von 4.788 Euro um 192 Euro auf 4.980 Euro angehoben und bleibt für Eltern weiterhin steuerfrei. Durch das Finanzamt kann ermittelt werden, inwiefern sich eine Zahlung des Kindergeldes oder des Kinderfreibetrags lohnt. Der Kinderfreibetrag ermöglicht Familien mit einem höheren Einkommen oftmals eine größere Steuerersparnis.

Mehr Zeit für die Steuererklärung
Wer etwas länger für die Steuererklärung braucht oder einfach zu spät anfängt, der hat ab sofort bis zum 31. Juli 2019 Zeit. Die Steuerpflichtigen haben so einen zusätzlichen Monat zur Fertigstellung der Erklärung gewonnen. Steuerberater haben zukünftig die Frist bis zum 28. Februar einzuhalten. Für verspätete Steuererklärungen droht ein Zuschlag, der sich an der Höhe der festgesetzten Steuer orientiert, mindestens 25 Euro für jeden angefangenen Monat der Verspätung.

Erweiterte Gleitzone für Midijobber
Ab Juli dürfen sogenannte Midijobber mehr Geld verdienen. Bislang musste ihr monatliches Einkommen zwischen 450,01 Euro und 850 Euro liegen um in den sozialversicherungsrechtlichen Übergangsbereich zu fallen. Innerhalb dieser Gleitzone zahlen Arbeitnehmer verminderte Sozialversicherungsbeiträge. Ab dem 1. Juli 2019 dürfen Midijobber bis zu 1.300 Euro im Monat verdienen ohne ihre gesetzlichen Vorteile zu verlieren. Neu ist zudem, dass Arbeitnehmer, deren monatliches Bruttoeinkommen innerhalb der Gleitzone liegt, weiterhin verminderte Rentenbeiträge zahlen, aber erstmals nichts von ihren Rentenansprüchen einbüßen. Für Arbeitgeber ändert sich nichts, sie steuern weiterhin den halben Beitragssatz zur Sozialversicherung bei.
Portoerhöhung für Brief und Postkarte
Wer lieber Briefe statt Mails verschickt, muss dafür zukünftig tiefer in die Tasche greifen. Die Post erhöht das Briefporto von 70 Cent auf 80 Cent. Postkarten kosten ab dem 1. Juli 60 Cent statt wie bislang 45 Cent. Auch das Versenden anderer Briefarten wird nun teurer. Um 10 Cent hat sich das Entgelt für einen Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief erhöht. Gleichzeitig zur Portoerhöhung ändert die Post die Bestimmungen für die Bücher- und Warensendung. Bisher gab es sechs Produkte zum Bücher- und Warenversand, die sich an Größe und Gewicht der Sendung orientiert haben. Ab 1. Juli 2019 wird das Angebot auf nur noch zwei Produkte verkleinert: Bücher- und Warensendungen bis 500 Gramm für 1,90 Euro und Sendungen bis 1.000 Gramm für 2,20 Euro.

Höhere Renten ab Juli 2019
Zum 1. Juli erhöhen sich die Renten in Deutschland. Die Bundesregierung teilte unter Berufung auf das statistische Bundesamt mit, dass sich der Rentenbezug im Westen Deutschlands um 3,18 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,91 Prozent erhöht. Der Rentenwert Ostdeutschlands erreicht damit 96,5 Prozent des Wertes in Westdeutschland. Die monatliche Rente von 1.000 Euro eines westdeutschen Rentners erhöht sich dadurch um 31,80 Euro, eine gleich hohe Rente in den ostdeutschen Bundesländern um 39,10 Euro.
Mehr Konkurrenz beim Streaming
In der Welt des Streaming stehen auch einige Veränderungen an und manche davon dürften sich schon jetzt bemerkbar machen. Denn für Netflix und Amazon Prime-Kunden fallen zwei große Filmanbieter weg. Disney und Warner Bros. haben bereits im letzten Jahr angekündigt ihre Lizenzen abziehen zu wollen. Nun steht fest, dass noch dieses Jahr ein eigener Streaming-Dienst der Konzerne folgen wird. Bereits seit März dieses Jahres sind keine neuen Filme der beiden Konzerne auf den aktuellen Streaming-Diensten mehr zu finden und der bisherige Bestand verkleinert sich nach und nach. Redaktion finanzen.ne