Schon in der Nacht zu heute blieb es warm. Cornelia Urban vom Deutschen Wetterdienst prognostiziert für Nordrhein-Westfalen: „In Ballungsräumen kann es sein, dass die Werte nachts nicht unter 20 Grad sinken.“

Nun bringt uns ein Tiefdruckgebiet aus dem Nordwesten die ersten Gewitter. Zwar bleibt es warm, aber „es brodelt die ganze Woche über“, sagt Urban.

Tief Frank löst Hoch Pia ab

Diplom-Meterologin Britta Siebert-Sperl (52):

„Das Tief pustet östlich der Elbe und auch in Bayern sehr heiße Luft rein. Dadurch steigen zwischen Hamburg, Usedom, Thüringen, Dresden und in Richtung Südbayern die Temperaturen bis auf 33 Grad. In Berlin vielleicht sogar bis auf 34 Grad.“

Gleichzeitig kommt auch kalte Meeresluft von der Nordsee in den Nordwesten. „Über Deutschland trifft dann die Mittelmeerluft auf kalte Nordseeluft. Deswegen gibt es im Südwesten, Mitteldeutschland und im Norden eine hohe Unwetterneigung“, erklärt die Expertin von WetterKontor.

Heftige Unwetter mit Tornado-Gefahr

Krachen wird es voraussichtlich vier bis fünf Tage lang in Deutschland, weiß Dominik Jung. Der Diplom-Meteorologe vom Wetterportal Wetter.net: „In der ersten Tageshälfte ist es noch überall freundlich, bis zum Mittag dann deutlich wärmer. Nachmittags können in ganz Deutschland Schauer und Gewitter auftreten. Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich!“

Heute trifft es zunächst den Westen: Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Abends ziehen die Unwetter dann nach Osten. Jung: „Doch wahrscheinlich geht ihnen die Luft noch vor Brandenburg und Berlin aus.“