Das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz informierte am Donnerstag (18.3.) darüber, dass zu den derzeit untersagten Veranstaltungen und Versammlungen nach aktueller Lage auch Osterfeuer gehören. Die Kommunen wurden angewiesen diese nicht zu genehmigen.

Das Ministerium geht aufgrund der aktuellen Infektionslage und der zunächst bis 28. März 2021 geltenden Coronaschutzverordnung davon aus, dass nicht mit einer Zulassung von Veranstaltungen wie den traditionellen Osterfeuern zu rechnen ist.

„Nach aktuellem Stand ist leider nicht davon auszugehen, dass die Pandemie-Lage die Ausrichtung von Osterfeuern zulässt. Das ist gerade jetzt bedauerlich, denn Brauchtum und Rituale können in schwierigen Zeiten Kraft und Zusammenhalt geben“, so Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium hat das Umweltministerium die nordrhein-westfälischen Kommunen über das Osterfeuerverbot informiert. Städte und Kommunen sind für die Prüfung der Zulässigkeit von traditionellen Osterfeuer-Veranstaltungen zuständig.

In Düsseldorf sind von der Entscheidung zahlreiche Schützenvereine betroffen, die die traditionellen Osterfeuer in den Stadtteilen organisieren. Allerdings war die Hoffnung auf Genehmigung dieser Veranstaltungen durch die Infektionslage bereits sehr gering. Ähnlich verhält es sich mit der Durchführung der Schützenfeste, von denen zahlreiche im ersten Halbjahr schon abgesagt wurden. Der Oberbürgermeister Stephan Keller will sich in der kommenden Woche digital mit den Schützen treffen, um die Möglichkeiten zu besprechen. Betroffen ist auch die große Rheinkirmes, die von den Sebastianern von 1316 organisiert wird.