Großeinsatz am Marienhospital Düsseldorf: Durch ein Feuer in einem Patientenzimmer wurden 19 Menschen verletzt, ein 77-Jähriger starb.

Großeinsatz für die Feuerwehr Düsseldorf am Montagabend: Aus bislang ungeklärter Ursache brannte es in einem Patientenzimmer auf der internistischen Station des Marienhospitals Düsseldorf. Für einen 77-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. 19 Verletzte mussten nach der ersten medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.

Auf Anfrage bei der Feuerwehr am Dienstagmorgen hieß es, dass sieben Menschen schwer verletzt wurden und weitere vier Patienten in Lebensgefahr schweben. Der verstorbene Mann habe demnach in einem Nachbarzimmer gelegen. Der Patient aus dem Brandzimmer sei schwer verletzt worden, so der Feuerwehrsprecher.

Gegen 23 Uhr war die Feuerwehr zur Rochusstraße in Pempelfort alarmiert

worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die gesamte Station bereits stark verraucht. Mit allen verfügbaren Feuerwehrleuten wurde sofort mit der Menschenrettung über den Treppenraum sowie von außen mit drei Drehleitern begonnen. So konnten innerhalb kürzester Zeit insgesamt 15 Menschen durch die Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet werden.

Krankenhaus-Mitarbeiter mussten 46 Menschen in Sicherheit bringen

Da der Brandrauch sich von der zweiten Etage auf die darüber liegenden Geschosse ausgebreitet hatte, mussten im weiteren Verlauf vom dritten bis einschließlich siebten Obergeschoss insgesamt 46 Patienten durch Mitarbeiter des Krankenhauses in Sicherheit gebracht werden.

Das Feuer war nach einer Stunde gelöscht. Mit Unterstützung von Rettungsdiensteinheiten aus ganz Düsseldorf sowie aus Neuss und Mettmann konnten insgesamt 100 betroffene, unverletzte Menschen vor und im Krankenhaus versorgt werden. Insgesamt waren 180 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch Rettungsdienste aus dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann.

Bei der Bekämpfung des Feuers in dem Patientenzimmer bereitete eine beschädigte Sauerstoffleitung den Einsatzkräften Probleme: So wurde das Feuer immer wieder neu entfacht. Zeitgleich mit der Menschenrettung sowie der Brandbekämpfung begann der Rettungsdienst in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Ambulanz sowie der Intensivstation des Krankenhauses, mit der medizinischen Versorgung der Verletzten in der Ambulanz sowie auf dem Parkplatz vor dem Gebäude.